08.11.2015

Ehrung durch B'nai B'rith

Am 8. November 2015 wurde dem Vorsitzenden der Österreichischen Freunde von Yad Vashem, Günther Schuster und Generalsekretärin Ulrike Schuster eine besondere Ehre zuteil. B´nai B´rith Österreich verlieh den beiden in Wien die Prof. Allerhand Gedenk- Menorah für herausragende humanitäre Leistungen. Damit würdigte die Zwi Perez Chajes Loge das Engagement des Ehepaares im Vorsitz des Freundeskreises. Die Laudatio hielt Oberösterreichs Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

 

Im Beisein von Sozialminister Rudolf Hundstorfer und seiner Gattin, der israelischen Botschafterin Talya Lador-Fresher, IKG-Präsident HR Marko Feingold und Gattin sowie zahlreicher prominenter Gäste nahmen Günther und Ulrike Schuster die Auszeichnung im festlichen Rahmen entgegen. Der Präsident der B’nai B’rith Österreich, KR Victor Wagner, dankte den Geehrten für deren vielseitiges Engagement. Seit der Gründung der Österreichischen Freunde von Yad Vashem im Jahr 2003 hätten die beiden alles daran gesetzt, die Erinnerung an die Opfer der Shoa hochzuhalten, so Wagner.

 

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer bezeichnete es in seiner Laudatio als auffallend, dass Günther und Ulrike Schuster immer alles gemeinsam gemacht hatten: beide absolvierten die Lehrerausbildung gemeinsam und bestanden sowohl Matura als auch Lehramtsprüfung mit Auszeichnung. Beide hatten gemeinsam als Direktor und Lehrerin an einer Pflichtschule in OÖ. gearbeitet, und sie stehen jetzt gemeinsam an der Spitze der Freunde von Yad Vashem. 2003 im kleinen Kreis in Linz gegründet, habe der Verein heute 700 Mitglieder aus ganz Österreich. Im Mittelpunkt stehe immer die Aufgabe, das Erinnern zu pflegen und zu fördern - eine Erinnerung, die die Menschen in Österreich und die Menschen in Israel untrennbar verbinde. Der oberösterreichische Landeshauptmann dankte den Freunden von Yad Vashem und gratulierte Familie Schuster zu ihrer Lebensleistung. Sie werde zu Recht mit dieser Auszeichnung gewürdigt, so Pühringer. Das Ehepaar Schuster trage gemeinsam mit seinem Team dazu bei, dass Österreichs Vergangenheit nicht zum Museum werde. Das Geschehene müsse Teil der Gegenwart bleiben. Man könne die Vergangenheit auch nicht „bewältigen“, denn die Vergangenheit sei gelaufen. Die Lehren daraus müssen jedoch zum Fundament unseres Selbstverständnisses gehören, sagte Landeshauptmann Dr. Pühringer. Die Österreichischen Freunde von Yad Vashem seien ein wichtiger Teil der Erinnerungsarbeit.

Dieser besondere Festakt wurde von virtuosen Klavierklängen umrahmt und fand seinen Abschluss bei einem köstlichen koscheren Buffet. 

Die Prof. Allerhand Gedenk-Menorah der B´nai B´rith wird jährlich vergeben. Unter den bisher Geehrten finden sich der frühere Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky, Kardinal Christoph Schönborn und die viel zu früh verstorbene Nationalratspräsidentin Mag.a  Barbara Prammer.